Aktuelles

 

28.06.2018

AGDW - Die Waldeigentümer: Kleinprivatwald braucht tatkräftige Unterstützung von Bund und Ländern

Leben und Zeihe: Kleinprivatwald braucht tatkräftige Unterstützung von Bund und Ländern

AGDW begrüßt Berliner Erklärung des Deutschen Forstwirtschaftsrates / Kleinprivatwaldeigentümer in den Fokus gerückt / Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik des BMEL gibt ebenfalls Rückenwind

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) hat auf seiner 68. Jahrestagung und auf seiner Mitgliederversammlung, die vom 24. bis 26. Juni in Berlin stattfanden, den Kleinprivatwald in den Fokus gerückt. In der Berliner Erklärung, die von der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet wurde, hat sich der DFWR mit einem Forderungskatalog an die Politik gewandt. „Vor dem Hintergrund des strukturellen Umbruchs in der Forstwirtschaft und vor dem Hintergrund des Klimawandels braucht der Kleinprivatwald jetzt eine tatkräftige Unterstützung von Bund und Ländern“, sagte Norbert Leben, Vizepräsident der AGDW – Die Waldeigentümer und Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. Für Leben ist die Berliner Erklärung ein wichtiges Signal: „Jetzt müssen die richtigen Weichen gestellt werden, um die Pflege und somit die Stabilität der Wälder in 50 und 100 Jahren zu sichern.“

Zu den zentralen Forderungen zähle die Umstellung von der indirekten zur direkten Förderung, so Norbert Leben, außerdem die Erweiterung des Beihilferahmens für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse auf europäischer Ebene, der Ausbau der Fortbildung für die Akteure im Kleinprivatwald und die finanzielle Unterstützung der Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel. „Wir brauchen eine gemeinsame Offensive für den Kleinprivatwald, um die Vielzahl an aktuellen Herausforderungen bewältigen zu können“, sagte der AGDW-Vizepräsident.


Der Privatwald in Deutschland ist überwiegend klein strukturiert und zersplittert. Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe, die weniger als 20 Hektar bewirtschaften. Aufgrund dieser sozialpolitisch breiten Streuung des Waldeigentums braucht es unter den aktuellen Bedingungen neue Fördermaßnahmen. „Um auch weiterhin für die Stabilität der Wälder sorgen zu können, brauchen gerade die Kleinprivatwaldeigentümer eine konsequente Stärkung durch eine direkte finanzielle Förderung“, sagte AGDW-Hauptgeschäftsführer Alexander Zeihe.

Er machte deutlich, dass eine kostendeckende Pflege gerade für den Kleinprivatwald oftmals schwierig sei. Der tiefgreifende Strukturwandel in der Forstbranche und die Folgen des Klimawandels wie Stürme, trockene Sommer und großflächiger Schädlingsbefall würden den Kleinprivatwaldbesitzern noch einmal mehr zusetzen. Zeihe: „Schnelle und unbürokratische Hilfen etwa zur Bewältigung von Sturm- oder Insektenkalamitäten sind ein weiterer zentraler Baustein für die Unterstützung des Kleinprivatwaldes.“

Neben dem Deutschen Forstwirtschaftsrat hat auch der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium die Zukunft dieses Sektors in den Vordergrund gerückt. In seiner aktuellen Stellungnahme Betreuung und Förderung im kleinstrukturierten Privat- und Körperschaftswald hat der Beirat zehn Eckpunkte formuliert, die u.a. für eine direkte Förderung, für eine erhöhte Beratungsleistung, für die unbürokratische Bereitstellung öffentlicher Mittel und die Unterstützung gerade der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse plädieren. Mit der Berliner Erklärung des DFWR und dieser Stellungnahme erhalte der Kleinprivatwald kräftigen Rückenwind. „Der Handlungsbedarf ist klar“, sagten Leben und Zeihe, „Bund, Länder und Verbände sind jetzt aufgerufen, sich gemeinsam für den Kleinprivatwald einzusetzen.“

Pressemitteilung der AGDW - Die Waldeigentümer vom 28.06.2018

 


Weitere Meldungen:


Waldbesitzerverbände und Partner:

06.07.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Anliegen des Kleinprivatwaldes bei Bund-Länder-Gespräch im Blick haben
28.06.2018: DFWR: Pressemitteilung 12/2018 - Berliner Erklärung
28.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Kleinprivatwald braucht tatkräftige Unterstützung von Bund und Ländern
26.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Betriebsleiterkonferenz der privaten Erwerbsforstbetriebe tagte in Würzburg
22.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Hubert de Schorlemer als Vorsitzender des europäischen Waldbesitzerverbandes CEPF wiedergewählt
21.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Bundesministerin Klöckner hat erste wichtige Weichen für Forstwirtschaft gestellt
19.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Präsident zu Guttenberg im Deutschlandfunk
14.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Bundesgerichtshof beendet Kartellverfahren – weiterhin keine Rechtssicherheit
06.06.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Anliegen der Waldeigentümer sind in GAP-Reform eingeflossen
29.05.2018: AGDW - Die Waldeigentümer: Forstwirtschaft ist wichtiger Impulsgeber zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele

Sonstige Meldungen:

28.06.2018: 28.06.2018: Bezirksregierung Arnsberg: 5. Änderung des RP Arnsberg - Teilabschnitt Kreis Soest und HSK in Lippetal
21.06.2018: 21.06.2018: Bezirksregierung Köln: 27. Änderung des Regionalplans, Teilabschnitt Region Köln, Parkstadt Süd
13.06.2018: 13.06.2018: Planfeststellungsverfahren 3-gleisiger Ausbau Grenze D/BL-Emmerich-Oberhausen
13.06.2018: BGH-Entscheidung vom 12.06.2018
08.06.2018: 08.06.2018: SGV: Benehmensverfahren "Osterfelder Rundwanderweg" (Stadt Oberhausen)
30.05.2018: 30.05.2018: Ursula Heinen-Esser zur neuen Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz ernannt
29.05.2018: 29.05.2018: Bezirksregierung Köln, Gemeinde Marienheide
28.05.2018: 28.05.2018: SGV: Julius-Ursel-Wanderweg Attendorn (Kreis Olpe)
24.05.2018: 24.05.2018: Kreis Kleve: 4. Änderung des Landschaftsplanes Nr. 13 Geldern-Issum
22.05.2018: 22.05.2018: Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.: Naturpark Plenen „Gemeinsam den Naturparkplan entwickeln“

 

Lies mich - Wichtig!
Neueste Meldungen
Termine