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21.03.2019

Waldbesitzer befürchten weitere höhere Schäden - Hilfsmittel des Landes nicht ausreichend!

Pressemitteilung des Waldbauernverbandes vom 20. März 2019

Die Borkenkäfer hatten im letzten Jahr bis Ende Oktober durch die trocken heiße Witterung beste Vermehrungsbedingungen. Mehrere Käfergenerationen in einem Jahr haben die Anzahl der Käfer in astronomische Höhen anwachsen lassen. Selbst wenn das bisherige nasskalte Schmuddelwetter noch wochenlang angehalten hätte: es werden zu viele Borkenkäfer den Winter überstanden haben und im Frühjahr massenhaft gesunde Fichten befallen. Nach Aussage des Forstschutzexperten Dr. Niesar haben bisher 90% der Käfer überlebt. Das hat katastrophale Folgen für die Waldbestände.

Aber auch die Laubbäume haben unter der sehr trockenen und heißen Witterung des letzten Jahres stark gelitten. Etliche Schadorganismen, Pilze und Insekten konnten sich in den gestressten Bäumen massenhaft vermehren. Der Erhalt unserer Wälder und die Abwehr weiterer Schäden auf großer Fläche stehen auf dem Spiel. Das ist nicht nur ein Problem der Waldbesitzer, die schon jetzt hohe Vermögensschäden durch die Witterungsextreme des letzten Jahres erlitten haben, sondern ein Problem von uns allen. Schließlich benötigen wir Wälder und insbesondere Nadelhölzer wie Fichtenholz nicht nur als Bauholz, sondern auch dringend, um dauerhaft CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen und die ansteigende Erderwärmung einzudämmen.

Nur Wald mit Nadelholz kann eine schnelle und durch den Einsatz als Bauholz langfristige CO2-Senke gewährleisten. Noch ist es nicht zu spät, gefahrbringende Käferbäume aus dem Wald zu schaffen oder die Käferbrut vor Ort unschädlich zu machen und dadurch den Klimaretter Wald zu erhalten. Doch es ist "kurz vor 12" und die Uhr tickt.

Die Waldbesitzer benötigen Unterstützung für die Beseitigung und das Unschädlichmachen der Käferbrut! Seit letztem Jahr ist der NRW-Regierung die Problematik bekannt, doch bis jetzt ist bei den Waldbesitzern vor Ort keine Hilfe angekommen.

Dabei sind die Waldeigentümer auf die Einnahmen aus dem Wald angewiesen. Nur wenn es der Wald erwirtschaftet, ist ein Waldumbau zu klimatoleranten Baumarten für die Waldbesitzer überhaupt möglich.

"Die Gesellschaft erwartet von den Waldbauern offene Wälder zur Erholung, angepasste Baumarten im Hinblick auf den Klimawandel und die Versorgung mit dem heimischen nachhaltigen Rohstoff der kurzen Wege. So sind die vom Land gemeinsam mit dem Bund für 2019 angekündigten zusätzlichen Hilfsmittel von 1,2 Millionen EURO in Anbetracht der Schäden und der Folgekosten nicht annähernd ausreichend. Hier besteht noch dringender Gesprächsbedarf," so der Vorsitzende der Waldbauern, Dr. Philipp Freiherr Heereman, zum Tag des Waldes 2019.

 


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