Waldbauerndemonstration in Mainz

 

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Willkommen beim Waldbauernverband

Liebe Besucherin und Besucher unserer Seite,

Herzlich Willkommen bei den Waldbauern in Nordrhein-Westfalen. Knapp zwei Drittel der Wälder in NRW gehören über 150.000 privaten Waldeigentümern, für die der Waldbauernverband das "Sprachrohr" in unserem Bundesland ist.

Waldnutzung und Waldschutz, das sind für Waldbauern zwei Seiten ein und derselben Medaille. Nachhaltiges Wirtschaften im Wald sorgt für den Erhalt aller Waldfunktionen. Gleichzeitig stellt die Forstwirtschaft den von der Gesellschaft immer dringender gesuchten Rohstoff "Holz" zur Verfügung.

Erfahren Sie mehr über uns und unsere Themen auf den folgenden Seiten. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Ihr Philipp Freiherr Heereman
Vorsitzender Waldbauernverband Nordrhein-Westfalen e. V.

 

Ministerpräsident Laschet: Waldschäden sind gesellschaftliches Problem

Am 25.07.2019 trafen sich Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Königsforst bei Köln, um sich gemeinsam mit den Vertretern der Waldbesitzerverbände vor Ort die Folgen von Stürmen und Dürre anzusehen. Anhand mehrerer Schadflächen wurde allen deutlich, dass sich der Wald in einem besorgniserregenden Zustand befindet. Die Erinnerung an das Waldsterben der 80er Jahre lag auf der Hand. Wird sich der Wald also wieder erholen? Die Fachleute des Landesbetriebes machten hier wenig Hoffnung. Sie zeigten anhand aktueller Vitalitätsanalysen, dass die Waldbestände bereits heute dramatische und irreversible Schäden aufweisen. Schon jetzt sind die möglichen Standorte für den Anbau des Brotbaums Fichte auf wenige höhere und frische Lagen zusammengeschrumpft, obwohl die prognostizierte globale 2°C-Erwärmung noch gar nicht erreicht ist.

Der Waldbauernvorsitzende, Dr. Philipp Freiherr Heereman, informierte gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Ferdinand Funke, sowie dem Vorsitzenden der Familienbetriebe Land und Forst NRW, Max Freiherr von Elverfeldt und dem Vertreter des Gemeindewaldbesitzerverbandes, Thomas Kämmerling, über die Auswirkungen dieser extremen Situation auf den Waldbesitz. Der Preisverfall des Holzes führt nicht nur zu einem vorübergehenden Einkommenseinbruch, sondern bereits heute zu einem Substanzverlust der Forstbetriebe. Die Bereitstellung aller Waldfunktionen ist gefährdet, wenn Waldbesitzer keinen Spielraum haben, ihre Wälder zeitnah nachhaltig und klimafit umzubauen. Ministerin Heinen-Esser machte deutlich, dass in NRW bereits heute 20.000 Hektar Wald zerstört sind, Tendenz steigend, und ihre Klimafunktion nicht mehr erfüllen können.

Der Ministerpräsident fasste zusammen, dass nicht nur die Waldbesitzer, sondern die gesamte Gesellschaft durch die Extremwetterereignisse der letzten Jahre einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zu verkraften hätten. Diese Waldschäden verschärfen die Auswirkung des Klimawandels, da geschädigte Bäume als Kohlenstoffspeicher wegfallen. Für Laschet steht fest, dass neben dem Bund auch das Land NRW hier in der Pflicht steht. "Wir helfen nicht nur ein paar Waldbesitzern, wir helfen uns selbst" erläuterte er den Pressevertretern. Er verwies auf den Sondertopf zur Beseitigung der aktuellen Waldschäden. Dieser reiche aber nicht aus, so Laschet. Das Land wird insbesondere die Wiederaufforstung mit jährlich 10 Millionen Euro für die kommenden 10 Jahre unterstützen. In einer Waldkonferenz am 11. November soll hierüber weiter beraten werden. In Richtung Berlin sprach er sich zudem klar dafür aus, dass nicht nur der CO2-Ausstoß bepreist, sondern auch die durch Waldpflege erzeugte CO2- Reduzierung honoriert werden müsse.

Die Verbandsvertreter begrüßen die angekündigte Aufstockung der Hilfen durch die Landesregierung NRW. Damit diese jedoch auch bei den Waldbesitzern ankommen, müssen weitere Maßnahmen, z.B. Anpassungen bei den vorliegenden Förderrichtlinien, ergriffen werden. Heereman und Elverfeldt überreichten Laschet und Heinen-Esser hierzu das "Positionspapier zur Bewältigung der Extremwetterfolgen“, in dem die Forderungen der beiden Verbände aufgeführt und erläutert werden.
(WBV)

Ministerpräsident Laschet sagte: "Die Wetter- und Naturereignisse der letzten Jahre haben unseren Wäldern in Nordrhein-Westfalen stark zugesetzt. Die Lage ist dringlich - mit massiven Folgen für die Forstwirtschaft und unsere Umwelt. Förster und Waldbauern arbeiten auf allen Ebenen, um die verheerenden Folgen von Sturm, Dürre und Schädlingen zu begrenzen. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar." Der Ministerpräsident weiter: "Bereits jetzt haben wir 6,2 Millionen Euro an Sondermitteln zur Bewältigung der Schäden in den Wäldern zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden wir die Hilfen für die Wiederaufforstung von bisher gut 4 Millionen Euro auf 10 Millionen jährlich mehr als verdoppeln. Wir werden so den Kulturraum Wald für die Zukunft erhalten. Denn der Wald ist nicht nur Erholungsraum und Wirtschaftsgut, sondern auch ein nachhaltiger CO2-Speicher. Der Wald ist unser wichtigster Klimaschützer."
"Die Waldbesitzerinnen und -besitzer setzen sich mit viel Herzblut, teilweise seit Generationen, für ihren Wald ein. Wir unterstützen das Engagement der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit spürbaren Hilfen. Von vielfältigen, stabilen und leistungsstarken Wäldern profitieren wir alle. Bei der Bewältigung der Extremwetterfolgen stehen wir an Ihrer Seite", versicherte Umweltministerin den Verbandsvertretern.
(MULNV)

Borkenkäfer zerstören den Wald
In dem nachfolgenden Video können Sie sich über die derzeitige Situation in den nordrhein-westfälischen Wäldern informieren.



Hintergrundinformationen zu den Forderungen finden Sie auf unserer Kampagnen-Seite

 

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