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20.03.2026

AGDW - Die Waldeigentümer: Durchforsten des EU-Bürokratie-Dschungels muss jetzt beginnen!

 

Nach Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz verlangen AGDW und Familienbetriebe zügiges Handeln in Brüssel

Nach dem von Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner gestrigen Regierungserklärung angemahnten Bürokratieabbau fordern der Verband AGDW – Die Waldeigentümer und die Familienbetriebe Land und Forst die Europäische Kommission auf, notwendige Entlastungen zügig umzusetzen. Besonders in der Land- und Forstwirtschaft sei ein Aufwuchs an praxisfernen Regularien in den vergangenen Jahren zu beobachten und deren Anzahl drohe weiter zuzunehmen.

Bei der Durchforstung beim Wort nehmen
„Die von Bundeskanzler Friedrich Merz ausdrücklich geforderte Durchforstung von EU-Recht sollte bei den praxisfernen Regularien ansetzen, von denen die nachhaltige Waldbewirtschaftung betroffen ist“, erklärt AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter. Die EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) und die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Produkten (EUDR) sind Paradebeispiele für überschießende Regulierung. „Auf reale Herausforderungen wie den Erhalt der Leistungsfähigkeit unserer Wälder und den globalen Waldschutz antwortet die EU mit Regelungen, die heimische Betriebe zusätzlich belasten, ohne ihre Handlungsfähigkeit zu stärken. Solche Verordnungen gefährden nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Forstwirtschaft in Deutschland, sondern auch die Akzeptanz der EU. Auch aufgrund solcher Entwicklungen sollten die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfeltreffen ganz konkrete Schritte zum Bürokratieabbau vereinbaren“, so der AGDW-Präsident.

Rolle als Antreiber begrüßt
Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst: „Es ist zu begrüßen, dass Kanzler Merz in seiner Regierungserklärung von der Bundesregierung als Antreiber in Sachen Bürokratieabbau gesprochen hat. Diesem Anspruch sollte die Regierung nun gerecht werden. Die Kommission muss mehr für den Bürokratieabbau tun als Absichtserklärungen veröffentlichen. Die Zahl der aus Brüssel kommenden Gesetzesvorhaben ist zuletzt immer weiter gestiegen. Das zeigt: Brüssel ist dringend gefordert, mit Vereinfachungen und dem Abbau von Überregulierung endlich ernst zu machen, um bei Bürgern und Unternehmen für Entlastung zu sorgen.

Über AGDW – Die Waldeigentümer
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW – Die Waldeigentümer) vertritt die Interessen des Privat- und Körperschaftswaldes gegenüber Parlamenten, Bundesministerien, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Mit ihren 13 regionalen Mitgliedsverbänden steht die AGDW für mehr als zwei Drittel der Waldfläche Deutschlands und die rund 2 Millionen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Deutschland. Eine proaktive Waldbewirtschaftung ist für uns Grundlage nachhaltigen Handelns in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir lassen uns leiten vom generationenübergreifenden Verantwortungsbewusstsein für eine in Freiheit und Vielfalt gestaltete Umwelt.

Gemeinssame Pressemitteilung der AGDW - Die Waldeigentümer und der Familienbetriebe Land und Forst vom 20.03.2026

 


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