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30.07.2026
Wald und Holz NRW: "Erfolgsmodell Urbane Ranger: für den Wald in Nordrhein-Westfalen" zum Weltrangertag am 31.07.2026
Presseinformation
Erfolgsmodell Urbane Ranger: für den Wald in Nordrhein-Westfalen
Mehr Präsenz, mehr Verständnis, mehr Naturschutz
Münster, 29.07.2026 – Rangerinnen und Ranger von Wald und Holz NRW, dem RVR Ruhr Grün und den Biologischen Stationen stärken das Naturbewusstsein aller Waldbesuchenden in ganz Nordrhein-Westfalen. Dort, wo viele Menschen zur Erholung und Sport unterwegs sind, sind sie anzutreffen – und schon von weitem an ihrem markanten Hut zu erkennen.
Dabei sind sie längst zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Menschen und Natur geworden: Sie beantworten Fragen, erklären Regeln und setzen diese auch schon mal durch, zum Schutz der Natur und dem Wohl der Menschen.
Was zunächst als ein kleiner Versuch begann, entwickelt sich zunehmend zu einer echten Erfolgsstory: In NRW mit seinen häufig urban geprägten Wald- und Naturräumen leben mehr als 18 Millionen Menschen. Dort, wo der Nutzungsdruck mitunter groß ist, leisten Rangerinnen und Ranger einen entscheidenden Beitrag für Naturschutz, Besucherlenkung und Umweltbildung. Denn die direkte Ansprache von Waldbesuchenden wirkt: Konflikte werden reduziert, das Verständnis für Schutzmaßnahmen wächst und auch das Bewusstsein für die Bedeutung intakter Ökosysteme nimmt spürbar zu.
„Unsere Rangerinnen und Ranger sind zentrale Botschafter für den Wald. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern schaffen Verständnis – und genau das brauchen wir angesichts steigender Nutzungsintensität,“ so Thomas Kämmerling, Leiter beim Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen.
„Gerade im Ruhrgebiet mit seinem hohen Besuchsdruck sind Ranger unverzichtbar geworden. Sie sorgen für Orientierung, Rücksichtnahme und ein besseres Miteinander im Naturraum,“ weiß RVR Ruhr Grün-Chef Carsten Uhlenbrock.
Mehr als nur Aufsicht: Vermittlung, Aufklärung und Präsenz
Auch, oder insbesondere, die Urbanen Ranger sind weit mehr als Kontrolleure im Wald. Sie sind Vertrauenspersonen, Vermittler und das sichtbare Gesicht eines modernen Naturschutzes. „Häufig entwickeln sich Gespräche im Wald mit Waldbesuchern, auch die nach dem aktiven Ansprechen auf ein Fehlverhalten, in eine positive Richtung. Die Angesprochenen freuen sich über die Aufklärung und darüber, dass die Ranger da sind“, weiß Burkhard Bunse, zuständig für die Rangerinnen und Ranger im Regionalforstamt Bergisches Land, zu berichten. Christa Vitt-Lechtenberg, Teamleiterin der Waldbezogene Umweltbildung, ergänzt: „Der Einsatz unserer Rangerinnen und Ranger für den Wald und die aktive Mitwirkung der Waldbesucher sind gemeinsam ein langfristiges Engagement für den Schutz des Waldes und seiner vielfältigen Ökosystemleistungen.“
Täglich sind sie in den Wäldern und Schutzgebieten unterwegs und informieren über Wegegebote, klären über sensible Lebensräume auf und stehen als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Gerade in stark frequentierten, urbanen Naturräumen ist diese persönliche Ansprache ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Der Erfolg der Rangerprogramme zeigt sich nicht nur bei Wald und Holz NRW und dem RVR, sondern zunehmend auch bei den Biologischen Stationen im Land. Dr. Jan Boomers, Vorstand im Dachverband Biologische Stationen: „Die kooperative Zusammenarbeit der Ranger von Wald und Holz NRW mit den Flächenbetreuern der Biologischen Stationen führt zu einem wirksameren Schutz der Gebiete und einer erhöhten Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen.“
Gemeinsamer Ansatz wird ausgebaut
In einem entsprechenden Konzept, welches besonders das Aufgabengebiet der Urbanen Ranger umreißt, heißt es dementsprechend auch: „Das Vorhaben, Rangerinnen und Ranger zur Umsetzung der gesetzlichen sowie forst- und naturschutzfachlichen Ziele besonders in den urbanen Waldgebieten Nordrhein-Westfalens einzusetzen, ist eine sinnvolle und zielführende Maßnahme. Der direkte Kontakt zu den Waldbesuchenden trägt maßgeblich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Waldflächen bei.“
Da die Ranger-Einsätze regional durch Kooperationen getragen werden, teilen sich das Land NRW, vertreten durch Wald und Holz NRW, und die lokalen Partner die Kosten. Zu den Kooperationspartnern gehören Kreise, Kommunen, Forstbetriebsgemeinschaften, der Waldbauernverband und viele weitere.
Angesichts der positiven Erfahrungen wird eine Weiterentwicklung und stärkere Vernetzung der Rangerprogramme angestrebt. Ziel ist es, Synergien zwischen Forst, Naturschutz und regionalen Akteuren, also zwischen Wald und Holz NRW, RVR und Biostationen, noch besser zu nutzen und die Präsenz in sensiblen Gebieten gezielt auszubauen.
Denn eines ist klar: Der Druck auf Natur- und Erholungsräume wächst – und damit auch die Bedeutung von Menschen, die vermitteln, erklären und schützen.
(Wald und Holz NRW, 29.07.2026)
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Über Wald und Holz NRW
Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen ist Teil der Landesforstverwaltung. Mit seinen 15 Regionalforstämtern ist Wald und Holz NRW flächendeckend im ganzen Land vertreten. Wald und Holz NRW kümmert sich um die Belange des Waldes, der mit rund 950.000 Hektar 28 Prozent der gesamten Landesfläche ausmacht. Dazu gehören Erhalt und Förderung des Waldes in NRW, Beratung und Betreuung des privaten und kommunalen Waldbesitzes, Bewirtschaftung von 128.000 Hektar landeseigenen Waldflächen sowie Forschung in den Bereichen Wald, Holzverwendung und Klima. Zum Aufgabengebiet zählen außerdem Umweltbildung, Naturschutz und Überwachung der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften im Wald. Der Landesbetrieb zählt zum nachgeordneten Bereich des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen; zuständige Ministerin ist Silke Gorißen.